Der Flieger geht von Ecuador nach
Deutschland.
Diese Tatsache veranlasst uns zu einer Reise
von Lima Richtung Perus Norden.
Trujillo und Chiclayo wollen wir sehen.
Von Lima nach Trujillo.
Los geht’s am 11. November in Lima (der
Hauptstadt Perus und und ehemaliger Sitz des
Vizekönigs von Spanien) mit der
Busgesellschaft Oltursa.
Vom Check-in bis zum Service waehrend der
Fahrt laesst sich eher annehmen man reise mit
einer Fluggesellschaft – 1A.
Das ganze hat seinen Preis: 70 Soles bis
Trujillo, wo wir nach acht Stunden Fahrt
ankommen.
Trujillo Huanchaco.
Es ist ganz frueh, wir suchen ein Hotel.
Vorsicht vor den Taxifahrern, sie fahren
Umwege, lassen uns zwei Straßen vom Terminal
entfernt raus
und kassieren dafuer eine unangebrachte Summe
Geld. Das Hotel gefaellt uns nicht. Also
laufen wir Richtung historisches
Stadtzentrum.
Es ist aus der Kolonialzeit und seine
Gebaeude und Plaetze sehr gut erhalten.
Mit unseren bunten Kleidern schauen uns die
Schulkinder sehr merkwürdig, aber interessiert
an. Hier und da ein „Hello“.
Man hält uns beide fuer Ausländer. Lustig. Wir
finden aber auch hier kein schoenes Hotel,
erinnern uns an den Tipp nach Huanchaco zu
fahren, das machen wir.
Huanchaco
In der Avenida Espana gibt es einen Kombi, der
uns nach einer halbstuendigen Fahrt in dem
malerischen Strandbad rauslaesst. Gute
Entscheidung. Vor uns der weite Pazifik. Unser
Urlaub beginnt. Es riecht nach Fisch. Dieser
wird hier von den berühmten Totora-Booten aus
gefangen, die heute immer noch wie vor
Jahrtausenden zum Fischfang benutzt werden. Es
gibt zahlreiche Restaurants und Hotels im Ort.
Vereinzelt koennen wir auch andere Besucher
Huanchacos ausmachen. Es ist gerade angenehm,
noch nicht zu touristisch.
Ein architektonisch aeusserst
interessant gebautes Haus „House Aleman“
erregt unsere Aufmerksamkeit.
Fuer 25 Soles bekommen wir ein tolles Zimmer
mit Bad/Dusche mit Warmwasser, TV und Terrasse
mit Blick auf den Ozean.
In der Kueche, die der Reisende mitbenutzen
kann, kochen wir uns Thunfischspaghettis,
die wir mit einem guten Rotwein auf der
Terrasse geniessen.
Lehm Pyramiden Huaca de la Luna y
Huaca del Sol
Chan Chan
besucht ?
In diesen Tagen schauen wir uns die aus Adobe
(Lehmziegel) gebautenPyramiden Huaca de la
Luna y del Sol an,
zu denen wir mit einem Kombi von Trujillo vom
Ovalo Grau aus gelangen. Nur ersterer Tempel
lässt sich bis jetzt von Innen besichtigen
(11,20 Soles pro Person mit Guide). Es ist ein
atemberaubendes Zeugnis aus der Mochekultur,
die sich in den ersten Jahrhunderten nach
Christus im Norden Perus ausdehnte. Nach
dieser Kultur und parallel zu den Inkas
existierten die Chimu, welche ihre Hauptstadt
auch in der Naehe Trujillos hatten – Chan Chan
– heute als die groesste Lehmziegelstadt der
Welt bekannt. Diese und ihre beiden Huacas (11
Soles pro Person, 2 Tage Gueltigkeit) besuchen
wir mit dem Guide Moises, den wir am
Haupteingang kennen lernen und ohne den wir
nicht nur halb soviel ueber diese Anlage und
abstaemmige Kultur kennen gelernt haetten.
Das zugehoerige Museum allerdings kann man gut
ohne Guide besuchen, da alle Einzelheiten gut
erklaert sind. Zu diesen Sehenswuerdigkeiten
mussten wir zwar ein bisschen weiter fahren,
als hätten wir in Trujillo übernachtet, aber
die Abende am Strand machten das wett. Zwei
Tage blieben wir, genossen die Sonne und ein
gutes Ceviche am Morgen des 3. Tages und
brachen anschließend mit der Busgesellschaft
Emtrafesa fuer 12 weitere Soles nach Chiclayo
auf.
Chiclayo Lambayeque Museo tumbes
reales "Senor de Sipan"
Vor dem Fenster des Busses ziehen trockene
huegelige Weiten vorbei. Chiclayo erscheint
uns vom ersten Moment an sehr sehr
gastfreundlich. An jeder Straßenecke werden
wir gefragt woher wir kaemen, ob wir was
braeuchten etc. Die Sonne scheint, blauer
Himmel, die Atmosphaere ist irgendwie schön,
obwohl die Stadt recht groß und kommerziell
ist. Wir uebernachten in einem guenstigen
Hostal von wo aus wir am Folgetag unsere
Besichtigung des Museums des Senor de Sipan
antreten.
Es liegt in der Nachbarstadt Lambayeque,
welche wir mit einem Kombi erreichen. Hier
befinden sich die erst im Jahr 1987 gefundenen
Reste und reicher Schmuck des Mocheherrschers
Sipan. Die 10 Soles Eintritt lohnen sich, denn
die Vergangenheit und Ausgrabungen werden sehr
beeindruckend dargestellt. Kommt und
ueberzeugt euch selbst. Da unsere Besichtigung
ein paar Stunden in Anspruch nahm, hatten wir
keine Zeit mehr, den fuer seine Schoenheit
beruehmten Strand Pimentel zu besuchen. Hier
aber trotzdem ein Foto: Chiclayo Tumbes Grenzübergang nach
Ecuador
Wir beschließen am Abend spontan, nach Quito
weiter zu fahren, was nicht geplant
war.
Um 10 Uhr nehmen wir mit der Gesellschaft El
Dorado einen Bus ueber Nacht nach Tumbes fuer
25 Soles. Frueh am Morgen kommen wir kaputt am
Terminal an und mussten eine Stunde auf einen
weiteren Bus bis an die Grenze warten.
Hier fallen wir fast auf einen Schwaetzer
rein, der uns beim Grenzuebergang helfen will.
Vorsicht. Wenn man keinen internationalen Bus
genommen hat, der die Grenze ueberquert ist
folgende Abfolge empfehlenswert: Migraciones
Peru, Mototaxi bis Aguas Verdes (puente
internacional), in Huaquillas nach einer
ecuatorianischen Busgesellschaft suchen. Wir
hoeren Panamericana sei gut, suchen sie auf.
Hier sagt man uns wir muessten auf eigene
Faust den Migrationsprozess in Ecuador
bestreiten, da der Bus dort nicht mehr
anhalten wuerde. Also ein Taxi fuer 1,50
Dollar 3 km weiter, keine Schlange, alles geht
schnell. Dann wieder zurueck mit dem Taxi zum
Terminal von Panamericana und Ticketkauf nach
Quito – 10 Dollar nur.
Grenze von Ecuador von XXX mit
dem Buss nach Quito.
Und schon sitzen wir im Bus nach einem schnell
hintergeschobenen Fruehstueck. Ich wundere
mich schon, dass die Küstenlandschaft nach
einer ganzen Zeit immer noch nicht in die
Hoehen der Anden ueberwechselt. Man sagt uns
dann, der Bus fuehre komplett die Kueste
hinauf ueber Quevedo und Santo Domingo. Das
wusste ich nicht, aber ist ja noch besser,
weil die kurvigen Strassen der Anden doch
gefaehrlicher werden können. An unserem
Fenster ziehen also unendliche
Bananenplantagen, Haeuser auf Phaehlen,
Fluesse und Baeche vorbei, in denen Kinder
baden oder Kleidung gewaschen wird. Alles ist
gruen und liegt in Rauch von umliegenden
Feuern. Die schwuele in den Bus dringende Luft
riecht wunderbar.
Nur die letzten beiden der 12 Stunden Fahrt
geht es durch die hohen Anden bis in Ecuadors
Hauptstadt Quito, wo wir nachts um 1 Uhr
ankommen. Wir klingeln bei meinem alten Zuhause, wo wir
uns von unterwegs schon ein Zimmer reserviert
hatten. Die Hausherren
macht gluecklicherweise nach einer Weile
auf und laesst uns rein. Eine Dusche ist
unbedingt notwendig bevor wir mausetot ins
Bett fallen.
Fotos aus Quito
Das Wochenende nutzen wir uns Quitos schöne
und gut erhaltene koloniale Altstadt
anzuschauen und das neue Viertel die Mariscal
mit seinen vielen Bars und Restaurants –
kunterbunte Häuser in schmalen Strassen und
gemuetlicher Atmosphaere. Im Papayanet schauen
wir zu einem kuehlen Bier das Spiel
Peru-Brasilien, dass den emotionalen Ausgang
1-1 findet. Mein Peruaner neben mir platzt vor
Freude. Auch gehen wir im Kuenstlerviertel
Guapolo spazieren und schlendern durch die
Artesanias im Parque Ejido.
Reisebericht von Lima die
historische Stadt der Vizekönige mit dem Buss entlang der Pazikfikküste
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